Legesystem: der blinde Fleck

06
September
Von TaSuBu
Bild: © panthermedia.net/horten - Kartenlegekunst

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Warum tue ich, was ich tue? Was treibt mich an? Was hält mich zurück? Ein jeder von uns glaubt, diese Fragen beantworten zu können, weil wir uns selber kennen. Doch wer glaubt, er liege damit immer richtig, irrt. Die wahren Gründe unseres Handelns liegen meist tief verborgen.

Der Mensch ist besonders daran interessiert, wie er auf seine soziale Umwelt wirkt. Wir fragen uns oft: „Wie sehen mich meine Freunde oder fremde Personen?“. Viele glauben zu wissen, wie sie auf ihr Umfeld wirken. Wir haben ein Gefühl dafür entwickelt. Doch dieses Gefühl kann täuschen. Oftmals stimmen Eigenwahrnehmung und Außenwirkung nicht überein. Nicht selten werden wir in unseren Taten und Absichten missverstanden. Folglich kann ein Mensch, der sich bemüht von allen gefürchtet zu werden, als gutherzig und freundlich angesehen werden und umgekehrt. Das ist zwar ein extremes Beispiel aber vieles kann sich aus den unterschiedlichen Wahrnehmungen erklären.

In Hinblick auf die Selbsteinschätzung bleibt immer etwas verborgen, dass wir nicht wissen – gewissermaßen ein blinder Fleck. Den Blinden Fleck hat das Tarot zum Gegenstand. Er ist ein Legesystem des Tarot. Es gibt verschiedene Variationen aber immer geht es um unsere Persönlichkeit und Außenwirkung.

Es werden vier Karten gezogen, die in Form eines Quadrats verdeckt auf vorher festgelegte Positionen gelegt werden. Die erste Karte zeigt die Außenwirkung der eigenen Person an, unsere Identität.

Die zweite Karte zeigt an, was wir nicht über uns wissen bzw. uns andere sehen. Das kann positiv aber auch negativ sein.

Die dritte Karte gibt Aufschluss darüber, was wir wissen aber dennoch vor unseren Mitmenschen geheim halten. Das können entweder Dinge sein, von denen wir bereits wissen oder Dinge, die uns neu sind. Es empfiehlt sich hier sehr in die tiefe zu gehen.

Die vierte und letzte Karte ist die Geheimnisvollste und Spannendste, denn sie thematisiert den „Blinden Fleck“. Sie deckt auf, was weder wir noch die anderen über uns wissen. Man darf nicht vor unangenehmen Wahrheiten zurückschrecken. Man muss sich allem stellen, denn die gewonnene Einsicht birgt Chancen, das letzte Puzzleteil der eigenen Persönlichkeit zu finden.

Es empfiehlt sich, die Legung der Karten zu wiederholen, denn schließlich verändert man sich mit der Zeit und neu gewonnene Einsichten können neue Blockaden schaffen.

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